Bandprobe oder Musikunterricht?

Für die meisten Jugendlichen ist das Hören von Musik ein wichtiger Bestandteil ihrer Freizeitgestaltung. Die Motivation sich mit diesem Thema auch in der Schule zu beschäftigen ist von daher bei sehr vielen vorhanden. Allerdings weniger auf einer theoretischen Ebene oder durch die Untersuchung von Songtexten. Der größte Reiz besteht darin, bekannte Musikstücke nachzusingen oder zu spielen.
Von daher ist ein großer Bestandteil des Musikunterrichts an unserer Schule der praktische Bandunterricht. Dies ist möglich, da wir über einen Musikraum verfügen, der wie der Proberaum einer Pop- oder Rockband eingerichtet ist mit

  • Gesangsanlage
  • E-Gitarren + Verstärker
  • E-Bass + Verstärker
  • Keyboards
  • Schlagzeug
  • Kleinpercussion

Andererseits können die wenigsten unserer Schülerinnen und Schüler ein Instrument spielen, haben aber trotzdem eigene Vorlieben und ganz bestimmte Vorstellung, wie ein Pop-Song klingen sollte. Damit die gute Anfangsmotivation erhalten bleibt, ist es deshalb wichtig, dass sich schnell erste Erfolgserlebnisse einstellen. Ein intensiver Einzelunterricht ist leider nicht möglich, so dass das Lernen in einer Gruppe von vier bis fünf Schülerinnen und Schülern erfolgen muss. Dies ist nur möglich, wenn man Vereinfachungsmöglichkeiten anwendet:

  • Schlagzeug – Rhythmen werden im Vergleich zum Original auf wesentliche Elemente reduziert
  • Keyboard – Ein-Finger-Automatik, bei der mit einem Finger Dreiklänge gespielt werden können
  • Gitarre – offene Stimmung, in der Akkorde mit nur einem Finger gegriffen werden können
  • Notation – Einsatz von bekannten Symbolen wie z.B. Zahlen in Tabulaturen, Markierung von Tasten oder Bünden auf dem Instrument
C-Dur, F-Dur und G-Dur mit einem FingerC-Dur-Griff mit Fingersatz
Das Intro von Hell´s Bells

 

Mit Hilfe dieser Methoden ist es möglich, mit vier Kindern, die noch nie ein Instrument in der Hand hatten, innerhalb von einer Doppelstunde ein Popstück als Band zu spielen (es ist dann allerdings noch nicht auftrittsreif).
Das Erleben eines so schnellen Erfolgs motiviert viele Schüler dazu, sich intensiver mit Musik zu beschäftigen und auch anstrengendere und langwierigere Übungsphasen durchzuhalten. Besonders wenn es gelingt, eine Gruppe über eine längere Zeit zu binden, können weitere Aspekte zum Tragen kommen:

  • Beim Erklären von Einzelstimmen hören die anderen zu.
  • Jeder konzentriert sich auf seinen Beitrag und trägt so zu einem guten Gesamtergebnis bei. In einem fortgeschrittenen Stadium kann der Einzelne den anderen Musikern zuhören und sich entsprechend anpassen („Die Band groovt.“).
  • Auftritte in und außerhalb der Schule bieten die Möglichkeit, sich vor ein Publikum zu trauen und Bestätigung von anderen zu erfahren.
  • Der musikalische Horizont erweitert sich, auch Musiktheorie und –geschichte fließen nebenein mit ein.
  • Es ergeben sich Möglichkeiten für die eigene Freizeitgestaltung.

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